Do. 29.08.2019 | 18.00 Uhr

Ort: Emil Schumacher Museum | Museumsplatz 1 | 58095 Hagen
Eintritt: AK 18€
Mitglieder des Fördervein des ESM haben freien Eintritt bei Voranmeldung unter: booking@kulturverein-westfalen.de
Veranstalter: Kulturverein Westfalen e.V. mit Unterstützung des Förderverein Emil Schumacher Museum e.V.

Tango Ensemble Contrabajando

Ein Tango für Emil Schumacher

Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires – Astor Piazzolla

Zum 107. Geburtstag von Emil Schumacher und zum 10. Geburtstag des Emil Schumacher Museums präsentiert das Tango Ensemble Contrabajando sein neues Programm „Die 4 Jahreszeiten von Buenos Aires“.

Die Zuhörer erwartet ein mitreißendes Programm mit Werken von Bach, Fauré und Granados aber auch aus der Welt des Jazz und als Highlight die vom Tango-König Astor Piazzolla in den 60er Jahren komponierten „Vier Jahreszeiten von Buenos Aires“, die die Zuhörer mitnehmen auf eine Reise nach Argentinien und in die Hafenkneipen von Buenos Aires, von wo der Tango seinen Siegeszug um die Welt antrat.

Ganz wie sein brasilianischer Kollege Villa-Lobos, der in den dreißiger und vierziger Jahren musikalische Denkmäler für Bach gebaut hatte, ließ sich auch der Argentinier Astor Piazzolla von Vivaldi inspirieren, als er in den Sechziger Jahren den Zyklus seiner “Jahreszeiten” begann. Es sollten “Die vier Jahreszeiten aus Buenos Aires” werden. Während Vivaldi die Natur und das ländliche Leben der frühen Neuzeit im Spiegel der Jahreszeiten schildert, fasst Piazzolla das moderne Leben in der Großstadt Buenos Aires, deren Einwohner sich „Porteños“ nennen, in Töne.

Es finden sich Zitate aus den berühmten “Quattro stagioni” des Venezianers und zwar raffiniert verschoben: Da es in Argentinien Winter wird, wenn in Venedig der Sommer Einzug hält, zitierte Piazzolla Vivaldis “Sommer” in seinem “Winter”. Was den Stil jener argentinischen Jahreszeiten betrifft, so ist er geprägt von den Klängen des Tangos und des Jazz, von durchaus neutönenden aggressiven Klängen und einer fast bedrohlichen Dramatik, wie sie für Piazzolla typisch sind. Piazzollas Musik ist barock auch in diesem Sinne: als “Affektmusik” durch und durch.

Das Tango Ensemble Contrabajando lässt die Zuhörer eintauchen in die Sehnsucht, in die Fröhlichkeit, in den Witz, in die Eleganz und in die Virtuosität dieser Tango-Musik und begeistert sein Publikum mit Spielfreude, Leidenschaft, Emotionen, Kreativität und eingängige Melodien unabhängig von stilistischem Schubladendenken.

Traurig sanft, aber auch bestimmend deutlich lässt Felicitas Stephan ihr Cello singen. Kraftvoll melden Wolfgang Lehmann an der Gitarre und Sabine Böker-Kaminsky am Klavier immer wieder einen Anspruch auf Melodieführung an. Stefanie Schulte-Hoffmann lässt ihr Akkordeon frohlocken und jubeln, aber auch wehmütig klagen. Uli Bär sorgt am Kontrabass für ein rhythmusgebendes solides Fundament. Mit seiner interessanten Besetzung bildet das Ensemble Contrabajando eine Ausnahme in der Ensemble-Landschaft. Eine emotionsbetonte Bereicherung der Musik sollte es von Anfang an sein. Begleiten Sie die Musiker auf ihrer Reise nach Argentinien mitPiazzollas Musik und erleben Sie, wie das Ensemble Contrabajando „Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ von Astor Piazzolla aufführt.

 

Foto © Volker Beushausen