Do. 20.02.20, 19.30 Uhr

Ort: Kurhaus Bad Hamm, Ostenallee 87, 59071 Hamm
Tickets: 20,70 € | erm. 17,40 €
Vorverkauf: Kulturbüro Hamm, Tel. 02381 175501
Veranstalter: Kulturbüro Hamm

Dieter Ilg

Mein Beethoven

Dieter Ilg, der Grenzgänger. Bereits seit Jahren zählt der Bassist zu den einflussreichen Stimmen des europäischen Jazz. Seine elektrisierende Vitalität, intelligente Neugier, technische Brillanz und totale Hingabe an den Moment brachten ihm bis heute diverse Preise ein, darunter nicht weniger als drei Jazz-Echos.

Nach Verdi (Otello) und Wagner (Parsifal) widmet er sich mit seinem Trio nun dem großen Beethoven: Kammerjazz, intim und extrovertiert zugleich, verblüffend dynamisch. Die drei Musiker heben Grenzen zwischen musikalischen Epochen und Genres auf und erschaffen schlicht und einfach pure Musik. So konsequent wie nie zuvor verfolgt Ilg hier seine Vorstellung von persönlicher Klangforschung; ein auf höchstem Niveau interagierendes, akustisches Ensemble. Im traumwandlerischen Zusammenspiel entstehen so magische Momente, die Ilg, Böhm und Héral zu einer der intensivsten und organischsten Live-Formationen ihrer Art machen. Der unplakative Weg zum Glück.

Gestählt durch exzessive Blockflöterei im Kindergarten, begann Dieter Ilg schon als Sechsjähriger, Geige zu spielen. Darauf folgte die Bratsche, bevor er mit 13 zum Kontrabass wechselte. Obwohl er schon drei Jahre später den Entschluss fasste, Jazzbassist zu werden, blieb er zunächst der klassischen Linie treu. Er studierte an der Musikhochschule in Freiburg, knüpfte aber parallel dazu Kontakte zu Jazzmusikern wie Eddie Gomez, Ron McClure und Miroslav Vitous, von denen er sich in die Geheimnisse der hohen Gestaltungskunst einweisen ließ. Nachseiner Rückkehr vom Stipendiat in New York gründete er sein erstes eigenes Trio, von da an ging es Schlag auf Schlag.Ilg konzertierte regelmäßig, war mit verschiedensten Projekten und Formationen unterwegs und veröffentlichte zahlreiche CDs.

Dieter Ilg – bass
Rainer Böhm – piano
Patrice Heral – drums / percussion

Foto © Till Brönner