Fr. 13.04.2018 | 21.00 Uhr

Ort: Kurhaus Bad Hamm | Ostenallee 87 | 59071 Hamm
Karten: 35,70 Euro / erm. 32,40 Euro, alle vier Tage: 99,20 Euro / erm. 88,40 Euro
Vorverkauf: Ostenallee 87, 
59071 Hamm
, Tel. 0 23 81 – 17 55 01, 
www.hamm.de
Veranstalter:
Kulturbüro Hamm

Ida Sand
„Young at heart“

8. Internationales Jazzfest Hamm

„Die schwärzeste Stimme Skandinaviens“ (ACT) – die Stockholmerin Ida Sand gehört zweifelsohne zu den außergewöhnlichsten weißen europäischen Soulstimmen. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie, begann sie früh, zu singen und probierte sich am Klavierspiel. Obwohl ihre Mutter Klavierstunden gab, erlaubte Ida ihr nicht, auch sie selbst zu unterrichten, sondern spielte lieber heimlich das nach, was sie von den Klavierschülern gehört hatte. Als Achtjährige bekam sie Cellounterricht, merkte aber schnell, dass dies nicht ihr Instrument sein würde. Das Klavier und der Gesang blieben ihre Leidenschaft. Mit 18 ging sie an die Musikhochschule von Göteborg und tauchte sofort in die lebendige Jazzszene der Stadt ein. Gleich nach dem Abschluss arbeitete sie als freischaffende Sängerin und Keyboarderin, stets wissbegierig und offen für Neues.

2005 kam ein Anruf aus Deutschland – das bekannte Jazz-Label „ACT“ interessierte sich für sie. Zwei Jahre später erschien ihr vielbeachtetes Debüt-Album, ihre jüngste Produktion, „Young at heart“, ist bereits ihr vierter Silberling.

Neil Young und Ida Sand – eine Verbindung, die überrascht: Auf der einen Seite die kanadische Singer-Songwriter-Legende, auf der anderen eine schwedische Jazzsängerin. Aber: Beide sind anders, keine Prototypen ihres Genres, sondern Künstler, die ihren persönlichen Weg gehen. Beide sind markante Storyteller. Ida Sand mit ihren feuerroten Haaren und der erdig-markanten, Blues- und Soul-durchtränkten Stimme passt so gar nicht in das nordische Sängerinnen-Bild. Ihr spricht das amerikanische Jazz-, Soul- und Popmusik-Repertoire aus der Seele.

So erscheint das tiefe Verständnis der Schwedin für die Musik des inzwischen 68 Jahre alten Haudegens auf „Young at Heart“ logisch wie natürlich. Young-Klassiker ertönen in jazzig-souligen Interpretationen, die die Tiefe und Ausdruckskraft der Originale nicht vermissen lassen, aber ihnen eine entspannt-lässige Wendung geben.

Ida Sand                               vocals / piano
Robert Ikiz                           drums
Peter Forss                          bass

© Susanne Güttler – Fotolia.com, © Gregor Hohenstein_Act