Mi. 18.10.17, 20 Uhr

Ort: Lindenbrauerei, Massenerstr. 33-35, 59423 Unna
Tickets: VVK 18 € | AK 22 €
Vorverkauf: i-Punkt Unna, 
Lindenplatz 1, 
59423 Unna, 
Tel. 02303 – 10 37 77
Veranstalter: Kulturzentrum Lindenbrauerei

Jessica Gall

Vocal Jazz

Jessica Gall, geboren in Berlin als Tochter eines Musiker-Paares, studierte Jazz an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, erlaubte sich bei der Suche nach ihrem eigenen Stil aber schon früh jedwede Freiheiten, auch abseits des Genres. Zur Finanzierung ihres Studiums wirkte sie als Backgroundsängerin unter anderem für Phil Collins und Sarah Connor. Nach ihren Werken „Just Like You“ (2008), „Little Big Soul“ (2010), „Riviera“ (2012) und „Riviera Live Concert“ ist „Picture Perfect“ ihr fünftes Album. Gemeinsam mit Robert Matt und den Co-Textern Robin Meloy Goldsby, Shannon Callahan und David Anania hat Jessica Gall einen Platz zwischen den Erinnerungen an den Jazz und dem endlich wieder aufregenden Olymp der Singer/Songwriter gefunden. Von jetzt an scheint alles möglich.

Wurden ihre ersten Alben noch einigermaßen unbeirrt in die Kategorie Jazz einsortiert, dürfte das inzwischen selbst dem unbedarften Plattenhändler schwerfallen. Sie selbst, sagt Jessica Gall, interessiere die Einordnung nicht allzu sehr, „mich inspiriert eher, überhaupt Musik machen zu können und zu dürfen. Ich bin gern abwechslungsreich, und so höre ich auch privat Musik. Das reicht von Lady Gaga bis zu Joni Mitchell, Tom Waits oder Ella Fitzgerald. Was mich am ehesten anspricht, ist ein guter Text.“

Von eben diesen strotzt ihr Album nun. Wohl auch deshalb, weil es in genau jenem Umfeld entstand, das Jessica Gall sich wünschte. Das Werk sei in Zusammenarbeit mit ihrem Mann entstanden, „wir fangen einfach beide an zu schreiben, zum Glück findet die Arbeit komplett in unserem Haus statt.“ Das mit den Apfelbäumen und den Vögeln im Garten, „sogar unser Studio ist dort untergebracht – was es natürlich umso einfacher für uns und unsere Kinder macht.“ Fast hört man Erleichterung in ihrer Stimme. „Dann kommt die Band hinzu“, sagt Jessica Gall. Das sind neben Robert Matt an Piano und Programming Johannes Feige (Gitarren), Björn Werra (Bass) und Martell Beigang (Schlagzeug). „Sie spielen alles live ein und haben große Anteile am Resultat“, so Jessica Gall, „weil ich mit ihr meine und Roberts Vorgaben ausprobiere und kritisch begutachte.“
Das gilt mittlerweile auch für ihre Live-Auftritte. Sie sei, sagt Jessica, mittlerweile „sehr froh, auf der Bühne nicht mehr der Kontrollfreak zu sein, der ich früher zumindest im Studio war.“ Auf der Bühne passiere halt mitunter auch mal das Unvorhersehbare, „das fand ich früher total anstrengend, heute aber birgt es für mich einen unglaublichen Zauber.“ Den letzten Teil dieses Satzes würden ihre Fans sicherlich gerne unterschreiben.

Weitere Info:
www.jessicagall.de